Wie wir die auflaufenden Konflikte zwischen traditionellen und neuen Methoden lösen können | Teil 3/4

 

Vielen Dank für die Beantwortung der Frage. Kann es sein, dass deutlich geworden ist, was sich hier abspielt? Wie dem auch sei, hierunter typische Reaktionen von Workshop-Teilnehmern und Einzelgesprächen:

  • Auf Abteilungsniveau und höher benutzt man vor allem Arbeitsweisen der linken Spalte.
  • Ich arbeite vor allem mit den Arbeitsweisen der rechten Spalte.
  • Die Wissenschaft arbeitet vor allem mit Arbeitsweisen der linken Spalte.
  • Das Gesundheitssystem benutzt vor allem Arbeitsweisen der linken Spalte.
  • Wir müssen unsere Organisationen von links nach rechts transformieren.

Schauen wir uns die Methoden an, dann fällt auf, dass traditionelle Methoden wie Projektmanagement, Governance und Service Management/ITIL vor allem Arbeitsweisen der linken Spalte einsetzen. Nachdem diese zu viel Bürokratie und Komplexität verursacht hatten, und die Resultate unzureichend blieben, entstand der Trend hin zu agilen Methoden wie Scrum und Selbstorganisation. Diese Methoden setzen vor allem Arbeitsweisen der rechten Spalte ein. Es ist dann auch keine Überraschung, wenn die Emotionen hoch auflaufen.

Lassen wir die Emotionen außen vor, dann ergeben sich die folgenden Fragen:

  1. Wie bekommen wir die Befürworter der traditionellen Methoden und die der neuen Methoden auf eine Linie? ______________________—————————-
  2. Wie vermeiden wir bei einer Transformation hin zu agilen Arbeitsweisen, dass sehr gut funktionierende Teile der traditionellen Methoden verloren gehen? Beispiele: Protokolle der Notaufnahme im Krankenhaus, das Ausstellen von Personalausweisen und unsere Konten zur Überweisung von Geld.